Postoperaismus
Aus dem Operaismus ist der Postoperaismus hervorgegangen, für den z.B. das Buch Empire von Michael Hardt und Antonio Negri steht. Je nach Sichtweise ist Postoperaismus die Weiterführung oder aber die Aufgabe der operaistischen Theorien und Praxen. Ausgehend von einer Neuzusammensetzung der Arbeiterklasse gehen die Autoren von Empire davon aus, dass das revolutionäre Subjekt nicht mehr innerhalb der Fabrik zu suchen ist. Da sich die Fabrik in die Gesellschaft ausweitet und immaterielle Arbeit zur quasi bestimmenden Arbeit wird, suchen Hardt und Negri das revolutionäre Subjekt in der Multitude. Die postoperaistische Strömung des Operaismus ist interessant, um aktuelle linke Diskussionen um die Rolle des Klassenkampfes bzw. die Debatten um ein „revolutionäres Subjekt“ und um z.B. den Begriff der „Autonomie der Migration“ zu verstehen.
