Meinungsbarometer
Ziele: Kontroverser Einstieg in ein Thema; Verschiedene Positionen in der Gruppe sichtbar machen.
Rahmen
Bedingungen
Großer Raum, Zahl der TN bestimmt sich nach Raumgröße
Ablauf
Zeit ca. 20-40 Minuten, je nach Thesen
Material
Metaplankarten, dicke Filzstifte, Kreppklebeband oder Schnur, ggf. große Papierbögen
Aktivitätenbeschreibung
Das Team bereitet themenbezogene kontroverse Thesen vor, auf die mit „stimme zu“ oder „lehne ab“ reagiert werden kann.Der Raum wird längs durch eine Linie geteilt. An deren Ausgangs- und Endpunkt werden Metaplankärtchen mit „0 %“ und „100 %“ gelegt.
Ein/e TeamerIn liest die erste These laut vor - komplizierte Thesen sollten zusätzlich für alle sichtbar aufgeschrieben werden - und bittet die Gruppe, sich je nach dem Grad ihrer Zustimmung oder Ablehnung entlang der Linie zu positionieren. Zwischenpositionen wie „stimme zu 80 % zu“ sind möglich. Das Team erklärt, dass die TeilnehmerInnen sich für eine Interpretation der These entscheiden müssen. Manche Thesen würde eine Person je nach Interpretation vielleicht sowohl mit 100 % als auch mit 0% Zustimmung bewerten. Das Team kündigt an, dass die Aktivität davon lebt, dass viele bereit sind, ihre Positionierung zu begründen, dass aber alle selbst entscheiden können, ob sie ihre Positionierung begründen möchten. Wenn alle ihre Position entlang der Linie bezogen haben, können die Positionen begründet werden. Dazu geht der / die TeamerIn herum und erfragt eventuelle Äußerungen. Aus den Statements entsteht oft eine kurze Diskussion. Wer danach seine / ihre Position verändern möchte, z. B. weil er / sie von anderen überzeugt wurde, kann das begründet tun. Eine zweite Person aus dem Team kann Stichpunkte für die weitere Arbeit sichtbar notieren.
Möglicherweise entwickeln auch die TeilnehmerInnen Thesen für ein Stimmungsbild in der Gruppe.
Auswertung
Die Methode benötigt nicht unbedingt eine weitere Auswertung. TeamerInnen können fragen, was überraschend war und ob es einfach war, Position zu beziehen oder nicht. Ebenso können Mitschriften aus der Diskussion gemeinsam für die Weiterarbeit gesichtet werden.
Varianten
Schriftlich
Anstelle einer körperlichen Positionierung können die TeilnehmerInnen ein begründendes Stichwort auf eine lange Papierbahn schreiben, die anstelle der Linie längs durch den Raum gelegt wird. So kann die Gruppe sich ein Bild von den verschiedenen Positionen machen, ohne dass jede Person für sich sprechen muss.
Ja-Nein-Spiel
Die Methode kann auch so gestaltet werden, dass es nur möglich ist, Ja oder Nein zu antworten. Der Raum wird mit Klebeband quer geteilt. Eine Seite des Raumes steht für Ja, die andere für Nein. Die Variante bietet sich an, wenn Positionen zugespitzt werden sollen.
4-Ecken-Spiel
Vier verschiedene Thesen (z. B. 4 unterschiedliche Erklärungen für Rassismus) werden den Ecken eines Raumes zugeordnet und dort gut lesbar aufgehängt. Die TeilnehmerInnen stellen sich in die Ecke der These, der sie am meisten zustimmen.
